Powidltascherl

Zutaten (4 Portionen)

Für den Teig:

350 g vorgekochte Kartoffeln

150 g Mehl, Type 405 oder 550 und etwas mehr zum Arbeiten

1/2 Zitrone, bio

30 g Butter

1 Eigelb

Salz

 

Für die Füllung:

200 g Pflaumenmus

Zimt

 

Für die Bröselbutter:

60 g Butter

40 g Semmelbrösel

Zimt

Puderzucker

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln stampfen oder pressen, die Zitronenschale abreiben, die Butter zerlassen. Mit den anderen Zutaten zu einem Teig verarbeiten. Im Kühlschrank ca. 30 Minuten ruhen lassen.
  2. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche messerrückendick ausrollen. Mit einem Glas runde Teigstücke (ca. 6–8 cm Durchmesser) ausstechen, die Ränder mit Wasser einpinseln. Pflaumenmus mit Zimt verrühren und je einen Teelöffel davon auf ein Teigstück geben. Die Teigstücke zusammenklappen, die Ränder dabei fest zusammen drücken. In siedenem Salzwasser ca. 10 Minuten ziehen und danach gut abtropfen lassen.
  3. Für die Bröselbutter die Butter in einer Pfanne aufschäumen, die Semmelbrösel und etwas Zimt darin anbräunen.
  4. Die Tascherl mit der Bröselbutter beträufeln und mit etwas Puderzucker servieren.

Ob die Besonderheiten zutreffen, hängt im Einzelfall von den verwendeten Produkten ab. Bitte informieren Sie sich anhand der dort aufgeführten Inhaltsstoffe.

Ernährungspyramide: Kartoffeln, Reis und Nudeln

Und es geht weiter mit der Ernährungspyramide …

Wir bleiben in der "Getreide-Etage" und erzählen Euch heute etwas zu dem einen Feld mit der Kartoffel. Hiermit sind die sogenannten Sättigungsbeilagen gemeint. Natürlich sollten auch diese, wie schon im Getreide-Video angesprochen, aus Vollkorn sein! Aber was sind überhaupt Sättigungsbeilagen? Alles rund um dieses Thema und noch vieles mehr erfahrt Ihr in diesem Video.

Viel Spaß dabei!

Warum sich die Kartoffel bei uns durchsetzte?

Die Urform unserer Kartoffel stammt aus den Hochanden von Peru, Chile und Bolivien und wurde dort schon vor Jahrtausenden als Nahrungsmittel verwendet. Ihre Ausbreitung in Europa begann ca. im 16. Jahrhundert und die Kartoffel wurde eine geschätzte Frucht, da sie sich als besonders robust und nahrhaft erwiesen hat.

In Preußen sorgte Friedrich der Große ca. 1740 dafür, dass die Bauern Kartoffeln anbauten. Anfangs waren die Bauern nicht sehr überzeugt, denn schon damals galt: Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht. Also versuchte es Friedrich mit einer List: Er ließ ein Kartoffelfeld von seinen Soldaten bewachen, befahl ihnen aber, nicht einzuschreiten, wenn die Bauern versuchen sollten, von den Pflanzen zu stehlen.

Die Bauern waren in der Tat sehr beeindruckt, dass der König seine Kartoffeln bewachen ließ – diese Frucht musste wohl besonders wertvoll sein. So nahmen sie tatsächlich Kartoffeln vom Feld des Königs, probierten sie und begannen schließlich, sie auch selber anzubauen. So verbreitete sich die Kartoffel hier sehr schnell. Noch heute legen Menschen als Dank Kartoffeln auf das Grab von Friedrich dem Großen im Schlosspark von Sanssouci.